Artikel-Schlagworte: „Arzt“

ABDA: Neue Grenzwerte für Blutdruckscreening

PM ABDA – Berlin/Heidelberg, 16. April 2009 – Die Deutsche Hochdruckliga e.V. und die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände haben sich erstmals auf Grenzwerte verständigt, bei denen Patienten nach einer Blutdruckmessung in der Apotheke an den verweisen. In Deutschland haben etwa 30 Millionen Menschen zu hohe Blutdruckwerte, aber nur 50 Prozent der Betroffene wissen davon. “Die bislang nicht entdeckten Patienten profitieren besonders von der engeren Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern”, so unisono Prof. Dr. Joachim Hoyer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V. und Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA. Gemeinsam wurde ein entsprechender Informationsbogen für die Blutdruckmessung in Apotheken entwickelt.

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BGH: Strafbarkeit bei Einwerbung von Drittmitteln (Boni für Forschung)

Der 1. Strafsenat hat die vom Landgericht Heidelberg ausgesprochene Verurteilung des Ärztlichen Direktors der Abteilung Herzchirurgie des Universitätsklinikums Heidelberg wegen und Vorteilsnahme zu einer Gesamtgeldstrafe von 200 Tagessätzen zu je 1.000,- DM im Schuldspruch nur hinsichtlich der bestätigt, die Verurteilung wegen und der Strafausspruch hatten hingegen keinen Bestand.

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BGH: Abgabe von Hörgeräten im verkürzten Versorgungsweg

Der u.a. für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hatte über eine Klage der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker gegen ein Fachunternehmen zu entscheiden, das an Patienten Hörgeräte im sog. verkürzten Versorgungsweg abgibt. Bei einer herkömmlichen Hörgeräteversorgung verordnet der HNO- ein . Ein Hörgeräteakustiker nimmt eine erweiterte audiometrische Messung vor, fertigt einen Ohrabdruck und wählt ein geeignetes aus. Danach stellt er ein Ohrpaßstück her [...]
Bei dem sog. verkürzten Versorgungsweg der Beklagten führt der HNO- die erweiterte audiometrische Messung selbst durch und nimmt auch selbst den Ohrabdruck ab.

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BGH: Aufklärungspflicht des Arztes über Nebenwirkungen von Medikamenten

Der u.a. für das Arzthaftungsrecht zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat über die Frage der Hinweispflicht des behandelnden Arztes über schwerwiegende von verordneten Medikamenten entscheiden.
Die Klägerin begehrt Schadensersatz nach einer ärztlichen Behandlung durch eine Gynäkologin . Diese verordnete der 1965 geborenen Klägerin, welche eine Raucherin war, im November 1994 das Antikonzeptionsmittel “[...]“, eine sog. Pille der dritten Generation, zur Regulierung ihrer Menstruationsbeschwerden. [...] Im Februar 1995 erlitt sie einen Mediapartialinfarkt (Hirninfarkt, Schlaganfall), der durch die Wechselwirkung zwischen dem und dem von der Klägerin während der Einnahme zugeführten Nikotin verursacht wurde.

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BGH: Urteil gegen Arzt und Apotheker wegen Vertrieb von Schlankheitskapseln

Der Bundesgerichtshof hat die Revisionen eines Arztes und zweier verworfen, die vom Landgericht Köln wegen des Vertriebs von Schlankheitskapseln verurteilt worden waren. Die Schlankheitskapseln, [...], enthielten in wechselnder Zusammensetzung verschiedene pflanzliche, tierische und chemische Substanzen. In Deutschland wurden sie massenhaft von einer GmbH produziert, in der die beiden verurteilten – [...] – Gesellschafter waren. Beim wirkten die Angeklagten in der Weise zusammen, dass der verurteilte und sein belgischer Berufskollege die Kapseln verordneten und die GmbH dann die Rezepte belieferte, und zwar teilweise über die Apotheken ihrer Gesellschafter, teilweise auch durch Direktversand an die Patienten.

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