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	<title>medizinrechtler.de &#187; Patientenrechte</title>
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	<description>Beratung Medizinrecht - Blog aus Kiel</description>
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		<title>Abmahnung von Arzneimittel-Werbung: &#8220;Die moderne Medizin setzt auf…&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 15:54:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arzneimittel / Medizinprodukte]]></category>
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		<description><![CDATA[Zum Sachverhalt: Die Beklagte, eine Herstellerin von Arzneimitteln, hat ein pflanzliches Präparat gegen Kopfschmerzen mit zwei Werbeaussagen beworben, die von einem klagebefugten Verband als gegen das Heilmittelwerberecht verstoßend angesehen werden. (&#8230;) &#8220;Die moderne Medizin setzt daher immer öfter auf das pflanzliche Arzneimittel F.…&#8221;. (&#8230;) &#8220;F. wirkt so stark wie die chemischen Wirkstoffe ASS und Paracetamol…&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Sachverhalt: Die Beklagte, eine Herstellerin von Arzneimitteln, hat ein pflanzliches Präparat gegen Kopfschmerzen mit zwei Werbeaussagen beworben, die von einem klagebefugten Verband als gegen das Heilmittelwerberecht verstoßend angesehen werden. (&#8230;)</p>
<blockquote><p>&#8220;Die moderne Medizin setzt daher immer öfter auf das pflanzliche Arzneimittel F.…&#8221;. (&#8230;)</p>
<p>&#8220;F. wirkt so stark wie die chemischen Wirkstoffe ASS und Paracetamol…&#8221; (&#8230;)</p></blockquote>
<p>Die Berufung ist zulässig, hat in der Sache aber keinen Erfolg. Zu Recht und mit zutreffender Begründung, auf die zunächst Bezug genommen wird, hat die Kammer beide Werbeaussagen für &#8220;F.&#8221; als wettbewerbswidrig untersagt und die Beklagte zur Erstattung der vorgerichtlichen Abmahnkosten verurteilt.</p>
<p><span id="more-350"></span></p>
<h2>Aus dem Urteil</h2>
<p>Die streitgegenständlichen Unterlassungsansprüche bestehen aus §§ 3, 4 Nr. 11, 8  Abs. 1 und 3  Nr. 2 <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a> jeweils in Verbindung mit heilmittelwerberechtlichen Vorschriften.</p>
<p>Beide Aussagen verstoßen gegen Verbote des Heilmittelwerberechts und sind daher gem. § 4 Nr. 11 <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a> unlauter. Die Bestimmung des § 4 Nr. 11 <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a> steht mit der UGP-Richtlinie, deren Umsetzung das <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a> in seiner aktuellen Fassung dient, im Einklang, soweit Marktverhaltensregelungen wie hier die Bestimmungen des HWG dem Schutz der Gesundheit von Verbrauchern dienen (vgl. BGH GRUR 2010, 749, 752 f. &#8211; &#8220;Erinnerungswerbung im Internet&#8221;; ausführlich Köhler, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a>, 29. Aufl., § 4 Rz. 11.6 c unter 4.). (&#8230;)</p>
<p>Sind danach die Unterlassungsansprüche begründet, so war die vorgerichtliche <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/abmahnung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abmahnung">Abmahnung</a> berechtigt und ist die Beklagte aus § 12 Abs. 1 S. 2 <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UWG">UWG</a> zum Ersatz der vorgerichtlichen Abmahnkosten, deren Höhe nicht im Streit ist, verpflichtet.</p>
<p><strong>OLG <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/koln/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Köln">Köln</a>, Urteil vom 01.04.2011,  Az. 6 U 214/10</strong></p>
<blockquote><p>Erfahren Sie mehr zum Thema Abmahnungen von der <a title="GegenAbmahnung.de" href="http://www.GegenAbmahnung.de/">Kanzlei Exner auf GegenAbmahnung.de</a>:</p>
<ul>
<li>Was ist eine <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/abmahnung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abmahnung">Abmahnung</a>?</li>
<li>Was sollten Sie bei oder nach einer <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/abmahnung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abmahnung">Abmahnung</a> tun?</li>
</ul>
</blockquote>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content of <a href="http://www.kanzlei-exner.de" >admin</a> is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright, unless agreed to by the author(s). (Digital Fingerprint:<br /> röthvSTH25TUJ ölaulw56gfotrwz)</small>
	Tags:<a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/abmahnung/" title="Abmahnung" rel="tag">Abmahnung</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/arzneimittel/" title="Arzneimittel" rel="tag">Arzneimittel</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/arzneimittel-medizinprodukte/" title="Arzneimittel / Medizinprodukte" rel="tag">Arzneimittel / Medizinprodukte</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/koln/" title="Köln" rel="tag">Köln</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/patientenrechte/" title="Patientenrechte" rel="tag">Patientenrechte</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/urteilssammlung/" title="Urteilssammlung" rel="tag">Urteilssammlung</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/uwg/" title="UWG" rel="tag">UWG</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/werbung/" title="Werbung" rel="tag">Werbung</a><br />

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		<title>EU-Richtlinie Qualität und Sicherheit Transplantations-Organe verabschiedet</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 19:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 29.06.2010 wurde im Ministerrat in Brüssel die EU-Richtlinie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur Transplantation bestimmte menschliche Organe verabschiedet. Mit dieser Richtlinie wird ein EU-weiter, einheitlicher Mindeststandard für die Spende und Charakterisierung sowie den Transport von Organen geschaffen. Bundesminister Dr. Philipp Rösler: „Die Verabschiedung der Organ-Richtlinie ist für die vielen Patientinnen und Patienten in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 29.06.2010 wurde im Ministerrat in Brüssel die EU-Richtlinie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards für zur <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/transplantation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Transplantation">Transplantation</a> bestimmte menschliche Organe verabschiedet. Mit dieser Richtlinie wird ein EU-weiter, einheitlicher Mindeststandard für die Spende und Charakterisierung sowie den Transport von Organen geschaffen.</p>
<p><span id="more-339"></span></p>
<p>Bundesminister Dr. Philipp Rösler: „Die Verabschiedung der Organ-Richtlinie ist für die vielen Patientinnen und <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/patienten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Patienten">Patienten</a> in der EU, die dringend auf ein Spenderorgan angewiesen sind, eine sehr gute Nachricht! Ein gemeinschaftsweit geltendes Qualitäts- und Sicherheitsniveau wird den Austausch von Organen zwischen den Mitgliedstaaten erleichtern. Dies ist eine wichtige</p>
<p>Möglichkeit, die Zahl der verfügbaren Organe in der EU zu erhöhen.“ Der Organaustausch zwischen Ländern in der EU ist heute bereits gängige Praxis, zum Beispiel über den Vermittlungsverbund Eurotransplant, dem auch Deutschland angehört.</p>
<p>Für die Umsetzung der Qualitäts- und Sicherheitsstandards räumt die Richtlinie den Mitgliedstaaten ausreichend Flexibilität ein. Dies war für Deutschland ein wichtiges Anliegen. Die Richtlinie trägt den Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems hinreichend Rechnung.</p>
<p>Die Frist für die Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht beträgt zwei Jahre.</p>
<p>Weitere Informationen unter: <a href="http://www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_data/docs/pressdata/en/lsa/115529.pdf" target="_blank">EU-Richtlinie über Qualitäts- und Sicherheitsstandards Transplantations-Organe</a></p>
<p>29. Juni 2010 &#8211; Pressemitteilung des <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bmg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMG">BMG</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content of <a href="http://www.kanzlei-exner.de" >RA Exner</a> is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright, unless agreed to by the author(s). (Digital Fingerprint:<br /> röthvSTH25TUJ ölaulw56gfotrwz)</small>
	Tags:<a href="http://www.medizinrechtler.de/category/allgemein/" title="Aktuelle Meldungen" rel="tag">Aktuelle Meldungen</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/arztrecht/" title="Arztrecht" rel="tag">Arztrecht</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/krankenhaus-recht/" title="Krankenhaus &amp; Recht" rel="tag">Krankenhaus &amp; Recht</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/patientenrechte/" title="Patientenrechte" rel="tag">Patientenrechte</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/transplantation/" title="Transplantation" rel="tag">Transplantation</a><br />

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</ul>

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		<title>EU-Gesundheitsministerrat in Luxemburg – Durchbruch bei Patientenrechte-Richtlinie</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 14:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[BMG] Auf der Sitzung des EPSCO-Rat (Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz) am 08.06.2010 in Brüssel konnten die EU-Gesundheitsministerinnen und -minister eine politische Einigung über den Richtlinienvorschlag zur Ausübung von Patientenrechten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung erzielen. Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, die Deutschland im Rat vertrat, begrüßte die Einigung: &#8220;„Die spanische Ratspräsidentschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[<a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bmg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMG">BMG</a>] Auf der Sitzung des EPSCO-Rat (Rat für Beschäftigung, Sozialpolitik, Gesundheit und Verbraucherschutz) am 08.06.2010 in Brüssel konnten die EU-Gesundheitsministerinnen und -minister eine politische Einigung über den Richtlinienvorschlag zur Ausübung von Patientenrechten in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung erzielen.</p>
<p><span id="more-333"></span></p>
<p>Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz, die Deutschland im Rat vertrat, begrüßte die Einigung: &#8220;„Die spanische Ratspräsidentschaft hat gute Arbeit geleistet, um zu einem Kompromisstext zu kommen, der für alle Mitgliedstaaten tragbar ist. Mit diesem Text sind wir einen wichtigen Schritt weiter auf dem Weg zu mehr Rechtssicherheit für alle Patientinnen und <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/patienten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Patienten">Patienten</a> in Europa bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung. Es wird ein spürbarer europäischer Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen, von dem insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner in grenznahen Regionen profitieren werden. Auch für Leistungserbringer, beispielsweise Ärztinnen und Ärzte und Krankenhäuser, bietet die Richtlinie große Chancen. Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme und die Kostenerstattung von Auslandsbehandlungen, wie sie von dem Gerichtshof der Europäischen Union zur Patientenmobilität entwickelt wurden, werden nunmehr für alle Beteiligten transparent kodifiziert. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten in der Gesundheitsversorgung unterstützt, zum Beispiel durch die Förderung von europäischen Referenznetzen für seltene Erkrankungen. Gleichzeitig werden die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten für die Organisation des Gesundheitswesens und die medizinische <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> gewahrt.&#8221; &#8221;</p>
<p>Der vom Rat abgeänderte Richtlinienvorschlag wird nach der Sommerpause in zweiter Lesung im Europäischen Parlament verhandelt werden. Bereits während dieser zweiten Lesung werden die im Rat vertretenen Mitgliedstaaten unter belgischem Vorsitz versuchen, mit dem Europäischen Parlament eine Einigung zu erzielen. Für den Fall, dass dies gelingen sollte, müssten die Mitgliedstaaten den Richtlinienvorschlag noch in nationales Recht umsetzen. Im deutschen Recht ist seit 2004 bereits klargestellt, dass Krankenversicherte sich auch im EU-Ausland behandeln lassen können und dafür Kostenerstattung nach den in Deutschland geltenden Rechtsvorschriften erhalten.</p>
<p>Auf der Ratstagung wurden darüber hinaus Schlussfolgerungen zum Thema „gesundheitlichen Ungleichheiten in EU-Mitgliedstaaten“ verabschiedet. Zudem ist bereits im Vorfeld eine politische Einigung mit dem Europäischen Parlament bei der Richtlinie über die Qualität und Sicherheit von Transplantationsorganen erzielt worden. Diese Einigung wird von Deutschland nachdrücklich begrüßt.</p>
<p>08. Juni 2010 &#8211; Pressemitteilung <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bmg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BMG">BMG</a></p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content of <a href="http://www.medizinrechtler.de" >Redaktion</a> is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright, unless agreed to by the author(s). (Digital Fingerprint:<br /> röthvSTH25TUJ ölaulw56gfotrwz)</small>
	Tags:<a href="http://www.medizinrechtler.de/category/allgemein/" title="Aktuelle Meldungen" rel="tag">Aktuelle Meldungen</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/arztrecht/" title="Arztrecht" rel="tag">Arztrecht</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bmg/" title="BMG" rel="tag">BMG</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/krankenhaus-recht/" title="Krankenhaus &amp; Recht" rel="tag">Krankenhaus &amp; Recht</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/patienten/" title="Patienten" rel="tag">Patienten</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/patientenrechte/" title="Patientenrechte" rel="tag">Patientenrechte</a><br />

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		<title>BSozG: Beschränkte Kostenerstattung einer Kranken­kasse &#8211; drittmalige Versorgung mit Spender-Herzklappe in London</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bundessozialgericht, Az.: B 1 KR 14/09 R &#8211; A. ./. Techniker Krankenkasse &#8211; Dem 1939 geborenen, in Deutschland lebenden und bei der beklagten Ersatzkasse versicherten Klä­ger wurde 1982 und 1992 in einer Klinik in London jeweils eine bioprothetische Aortenklappe (Trans­plantate verstorbener Organspender) eingesetzt. Die Kosten dafür trug die Beklagte in vollem Um­fang. Im September 2005 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundessozialgericht, Az.:  B 1 KR 14/09 R  &#8211; A.  ./.  Techniker <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> &#8211; Dem 1939 geborenen, in Deutschland lebenden und bei der beklagten Ersatzkasse versicherten Klä­ger wurde 1982 und 1992 in einer Klinik in London jeweils eine bioprothetische Aortenklappe (Trans­plantate verstorbener Organspender) eingesetzt. Die Kosten dafür trug die Beklagte in vollem Um­fang. Im September 2005 bedurfte der Kläger erneut einer Herzklappenversorgung und beantragte die Kosten­über­nahme auch für diese risikobehaftete Operation. Die Beklagte übernahm die Kosten &#8220;anteilig im Rahmen einer Einzelfallentscheidung ohne präjudizierende Wirkung&#8221; beschränkt auf die Sätze in einem vergleichbaren deutschen Vertragskrankenhaus.</p>
<p><span id="more-328"></span></p>
<p>Der 1. Senat des Bundessozialgerichts hat in Übereinstimmung mit den Vorinstanzen am 17. Februar 2010 entschieden, dass es rechtmäßig war, dem Kläger von den ca 36.600 Euro Kosten der Ende 2005 in London durchgeführten stationären <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/behandlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Behandlung">Behandlung</a> nur ca 24.000 Euro zu erstatten. Kosten­erstattung für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/behandlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Behandlung">Behandlung</a> in anderen EG-Staaten kann höchstens in Höhe der Vergütung verlangt werden, die von der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> bei einer Leistungserbringung in Deutschland zu tragen wäre. Ein ausnahmsweise weitergehender Anspruch scheitert, weil der Kläger eine vergleichbare, &#8220;dem allge­mein anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse entsprechende <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/behandlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Behandlung">Behandlung</a>&#8221; iS von § 13 Abs 4 Satz 6 SGB V auch in Deutschland hätte erlangen können. Der Kläger konnte sich auch nicht auf die von der Beklagten erteilte Zustimmung zu der stationären Auslandsbehandlung berufen, weil sie ausdrücklich mit Maßgabe einer Kostenbegrenzung erfolgte. Höhere Kostenerstattungsansprüche resultieren ferner weder aus der vollständigen Bezahlung von Voroperationen (weil sich die Versor­gung mit bioprothetischen Aortenklappenersatz in Deutschland seither grundlegend gebessert hat) noch daraus, dass der Kläger besonderes Vertrauen in die Londoner <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenhaus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenhaus">Krankenhaus</a>ärzte setzte.</p>
<p>Die Vorinstanz &#8211; das Landessozialgericht Baden-Württemberg &#8211; musste auch nicht das Sterblichkeitsrisiko bei derartigen Operationen im In- und Ausland näher aufklären, mit dem der Kläger ein Versorgungs­defizit in Deutschland belegen wollte; eine Recherche in der Fachliteratur hatte ergeben, dass keine genauen Daten zum Risiko bei einer dritten Herzklappenoperation veröffentlicht wurden.</p>
<p><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bsozg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BSozG">BSozG</a>, PM Nr. 2/10, 17. Februar 2010</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content of <a href="http://www.kanzlei-exner.de" >RA Exner</a> is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright, unless agreed to by the author(s). (Digital Fingerprint:<br /> röthvSTH25TUJ ölaulw56gfotrwz)</small>
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		<title>BSozG: Krankenkasse darf Hörgeschädigte nicht auf unzureichende Festbetragshörgeräte verweisen</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Dec 2009 05:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BSozG, Az. B 3 KR 20/08 R, B. ./. SECURVITA BKK &#8211; Viele hörbehinderte Menschen wünschen digitale Hörgeräte, die analogen Hörgeräten überlegen, aber meistens auch teurer sind. Unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe die Krankenkasse die Kosten für ein digitales Hörgerät zu tragen hat und ob sie ihre Leistungspflicht auf einen die Kosten der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bsozg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BSozG">BSozG</a>, Az. B 3 KR 20/08 R, B.  ./.  SECURVITA BKK &#8211; Viele hörbehinderte Menschen wünschen digitale Hörgeräte, die analogen Hörgeräten überlegen, aber meistens auch teurer sind. Unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> die Kosten für ein digitales Hörgerät zu tragen hat und ob sie ihre Leistungspflicht auf einen die Kosten der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> unter Umständen nicht vollständig abdeckenden Festbetrag begrenzen kann, ist nunmehr höchstrichterlich abschließend geklärt. Der 3. Senat des Bundessozialgerichts hat heute entschieden, dass die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> für die medizinisch notwendige <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> eines nahezu ertaubten Versicherten mit einem digitalen Hörgerät über den bereits übernommenen Teilbetrag von 987,31 Euro hinaus auch die restlichen Kosten in Höhe von 3.073 Euro zu tragen hat.</p>
<p><span id="more-326"></span></p>
<p>Zum Ausgleich von Hörbehinderungen haben die Krankenkassen für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> mit solchen Hörgeräten aufzukommen, die nach dem Stand der Medizintechnik die bestmögliche Angleichung an das Hörvermögen Gesunder erlauben und gegenüber anderen Hörhilfen erhebliche Ge­brauchsvorteile im Alltagsleben bieten. Daran müssen auch die Festbeträge der Krankenkassen ausgerichtet werden. Demzufolge begrenzt der für ein Hilfsmittel festgesetzte Festbetrag die Leistungspflicht der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> dann nicht, wenn er für den Ausgleich der konkret vorliegenden Behinderung objektiv nicht ausreicht. Das beurteilt sich nach den Versorgungsanforderungen der jeweils betroffenen Gruppe von Versicherten, hier der etwa 125.000 Personen mit einem Hörverlust von nahezu 100%. Sie konnten zur Überzeugung des Bundessozialgerichts mit den für Baden-Württemberg im Jahr 2004 geltenden Festbeträgen nicht ausreichend versorgt werden.</p>
<h4>Hinweise zur Rechtslage:</h4>
<p><strong>§ 33 Abs. 1 Satz 1 SGB V</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Versicherte haben Anspruch auf <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. …</p>
<p><strong>§ 36 Abs. 1 Satz 1 SGB V</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen bestimmt Hilfsmittel, für die Festbeträge festgesetzt werden. …</p>
<p><strong>§ 36 Abs. 2 Satz 1 SGB V</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen setzt für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> mit den nach Abs 1 bestimm­ten Hilfsmitteln einheitliche Festbeträge fest. …</p>
<p><strong>§ 36 Abs. 3 mit Verweis auf § 35 Abs 5 SGB V</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Festbeträge sind so festzusetzen, dass sie im Allgemeinen eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche sowie in der Qualität gesicherte <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/versorgung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versorgung">Versorgung</a> gewährleisten. …</p>
<p><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bsozg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BSozG">BSozG</a>, PM Nr. 59/09</p>
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		<title>BVerwG: Begrenzung der Beihilfe für Leistungen der Heilpraktiker rechtswidrig</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 09:19:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[BVerwG, Urteil vom 12.11.2009, Az. 2 C 61.08 &#8211; Entstehen dem Beamten Kosten für die Behandlung durch einen Heilpraktiker, so darf der Dienstherr nicht schematisch nur den Mindestsatz des im April 1985 geltenden Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker als beihilfefähig anerkennen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden. Die Beihilfevorschriften sehen zwar vor, dass auch für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BVerwG, Urteil vom 12.11.2009, Az. 2 C 61.08 &#8211; Entstehen dem Beamten Kosten für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/behandlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Behandlung">Behandlung</a> durch einen Heilpraktiker, so darf der Dienstherr nicht schematisch nur den Mindestsatz des im April 1985 geltenden Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker als beihilfefähig anerkennen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.</p>
<p><span id="more-323"></span></p>
<p>Die Beihilfevorschriften sehen zwar vor, dass auch für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leistungen">Leistungen</a> der Heilpraktiker <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/beihilfe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beihilfe">Beihilfe</a> gewährt werden muss. Sie begrenzen die Beihilfefähigkeit aber auf Beträge, die in einer 1985 durchgeführten Umfrage unter den in der Bundesrepublik niedergelassenen Heilpraktikern als untere Grenze des durchschnittlichen Honorarrahmens ermittelt und seitdem nie fortgeschrieben worden sind. Diese Beträge entsprechen nicht den realen und angemessenen Gebührenforderungen der Heilpraktiker. Die Begrenzung führt bei der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/behandlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Behandlung">Behandlung</a> erkrankter Beamter und ihrer Angehörigen durch Heilpraktiker praktisch zum Beihilfeausschluss. Hierin liegt ein nicht gerechtfertigter Widerspruch zur grundsätzlichen Entscheidung, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/beihilfe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beihilfe">Beihilfe</a> auch für Heilpraktikerleistungen zu gewähren.</p>
<p>Der Senat hat die Bundesrepublik verpflichtet, über die Angemessenheit der Aufwendungen für Heilpraktikerleistungen unabhängig vom Mindestsatz erneut zu entscheiden.</p>
<p>BVerwG 2 C 61.08 &#8211; Urteil vom 12. November 2009</p>
<p>BVerwG, PM Nr. 76/2009</p>
<hr /><small>Copyright &copy; 2008<br /> This feed is for personal, non-commercial use only. <br /> The use of this feed on other websites breaches copyright. If this content of <a href="http://www.kanzlei-exner.de" >RA Exner</a> is not in your news reader, it makes the page you are viewing an infringement of the copyright, unless agreed to by the author(s). (Digital Fingerprint:<br /> röthvSTH25TUJ ölaulw56gfotrwz)</small>
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		<title>SG Aachen: Krankenkasse zahlt nicht für Einfrieren von Samenzellen</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 11:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gesetzlich Krankenversicherte haben auch dann keinen Anspruch auf Kostenübernahme des Einfrierens und Lagerns von Samenzellen durch die gesetzliche Krankenkasse, wenn aufgrund einer bevorstehenden Hodenkrebsoperation und Chemotherapie Zeugungsunfähigkeit droht. Die entsprechende Klage eines jungen Mannes hat die 13. Kammer des Sozialgerichts Aachen unter dem Vorsitz von Richter am Sozialgericht Ulrich Irmen am 03.11.2009 abgewiesen (S 12 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesetzlich Krankenversicherte haben auch dann keinen Anspruch auf Kostenübernahme des Einfrierens und Lagerns von Samenzellen durch die gesetzliche <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a>, wenn aufgrund einer bevorstehenden Hodenkrebsoperation und Chemotherapie Zeugungsunfähigkeit droht. Die entsprechende Klage eines jungen Mannes hat die 13. Kammer des Sozialgerichts Aachen unter dem Vorsitz von Richter am Sozialgericht Ulrich Irmen am 03.11.2009 abgewiesen (S 12 KR 115/09). Der Kläger hatte sich zur Begründung seiner Klage auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gestützt, wonach es sich bei den Kosten der sog. &#8220;<a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/kryokonservierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kryokonservierung">Kryokonservierung</a>&#8221; um solche handele, die im unmittelbaren Zusammenhang mit einem Krankheitsfall, nämlich dem Hodenkarzinom, stünden. Sie dienten letztlich der Vermeidung und Minimierung mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwartender Behandlungsrisiken, wie etwa Zeugungsunfähigkeit.</p>
<p><span id="more-319"></span></p>
<p>Dies, so das Sozialgericht Aachen in seiner Urteilsbegründung, lasse sich auf das Recht der gesetzlichen Krankenkassen nicht übertragen. Zwar gelte auch hier, dass zur Krankenbehandlung auch <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leistungen">Leistungen</a> zur Herstellung der Zeugungsfähigkeit gehören, wenn diese durch Krankheit oder wegen einer durch Krankheit erforderlichen <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/sterilisation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sterilisation">Sterilisation</a> verloren gegangen ist. Welche Maßnahmen hierfür in Betracht kommen bestimme allerdings der Gemeinsame Bundesausschuss in entsprechenden Richtlinien. In diesen sei die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/kryokonservierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kryokonservierung">Kryokonservierung</a> ausgeschlossen, weswegen eine Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen ausscheide. Die vom Kläger benannte Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts sei ausdrücklich und ausschließlich auf Grundlage des beamtenrechtlichen Beihilferechts in Rheinland-Pfalz ergangen. Der im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehene Ausschluss bestimmter Maßnahmen gelte dort nicht. Eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung sei hierin &#8211; so das Sozialgericht Aachen weiter &#8211; aber nicht zu sehen. Dem Gesetzgeber stehe bei der Ausgestaltung verschiedener Leistungssysteme ein weiter Spielraum zu. Darüber hinaus sei aber auch im Beihilferecht des Landes Nordrhein-Westfalen die Übernahme der Kosten für die <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/kryokonservierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kryokonservierung">Kryokonservierung</a> ausgeschlossen.</p>
<p>Gegen das Urteil des Sozialgerichts ist die Berufung zum Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen in Essen zulässig.</p>
<p>(Sozialgericht Aachen, Urteil vom 03.11.2009, S 13 KR 115/09)</p>
<p>SozG Aachen, PM 11.11.2009, Pressestelle</p>
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		<title>LG München I: Krankenhaus haftet für Sprung aus dem Fenster</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 10:52:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Landgerichts München I, Urteil vom 02.09.2009, Az. 9 O 23635/06 (nicht rechtskräftig) Verstößt ein Klinikum für Psychiatrie gegen Sorgfaltspflichten gegenüber einer seit Jahren an einer Psychose leidenden Patientin, wenn diese ohne Überwachung in einem Zimmer mit ungesichertem Fenster untergebracht wird? Diese Frage hat die für Arzthaftung zuständige 9. Zivilkammer des Landgerichts München I mit einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Landgerichts <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/munchen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with München">München</a> I, Urteil vom 02.09.2009, Az. 9 O 23635/06 (nicht rechtskräftig)</p>
<p>Verstößt ein Klinikum für Psychiatrie gegen Sorgfaltspflichten gegenüber einer seit Jahren an einer Psychose leidenden Patientin, wenn diese ohne Überwachung in einem Zimmer mit ungesichertem Fenster untergebracht wird? Diese Frage hat die für Arzthaftung zuständige 9. Zivilkammer des Landgerichts <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/munchen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with München">München</a> I mit einem heute verkündeten Urteil zugunsten einer <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> entschieden, die von dem <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenhaus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenhaus">Krankenhaus</a> die Rückerstattung erbrachter Versicherungsleistungen verlangt hatte.</p>
<p><span id="more-314"></span></p>
<p>Bei der Patientin war im Juli 2002 in besagtem <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenhaus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenhaus">Krankenhaus</a> eine akute paranoid-halluzinatorische Psychose diagnostiziert worden, bei der auch eine Selbstgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte. Wenige Tage nach ihrer Entlassung erschien die Patientin im August 2002 wieder in der Klinik, da sich ihr Zustand erneut verschlechtert hatte. Nachdem sie von einer Schwester in ein Krankenzimmer im 1. Stock der Klinik gebracht worden war, sprang die Patientin kurze Zeit später aus dem Fenster und verletzte sich schwer.</p>
<p>Das Gericht bewertete die Umstände der Wiederaufnahme nach Anhörung eines Sachverständigen als Verstoß gegen die anerkannten fachärztlichen Regeln der psychiatrischen Kunst. Da die Patientin schon bei ihrer Entlassung nicht in wünschenswerter Weise wiederhergestellt war und die diagnostizierte Erkrankung stets mit einem Rest an Unberechenbarkeit insbesondere in Gestalt von Suizidversuchen einhergehe, sei es – so der Sachverständige – nicht ohne Risiko gewesen, die Patientin nach ihrer Wiederaufnahme gänzlich ohne Aufsicht zu lassen. Zumindest hätte sie in einem Raum mit gesicherten Fenstern untergebracht werden müssen. Der fatale Fenstersprung wäre dann mit größter Wahrscheinlichkeit verhindert worden.</p>
<p>Landgerichts <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/munchen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with München">München</a> I, Urteil vom 02.09.2009, Az. 9 O 23635/06 (nicht rechtskräftig)</p>
<p>PM 02.09.2009 (Pressesprecher: RiLG Tobias Pichlmaier)</p>
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		<title>Kein Bonus bei Verzicht af medizinische Leistungen durch Gesetzliche Krankenkassen</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 10:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arzneimittel / Medizinprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Krankenversicherung]]></category>
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		<description><![CDATA[Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen ihre Versicherten mit einer Bonusregelung nur für gesundheitsbewusstes Verhalten finanziell entlasten. Der Verzicht auf medizinische Leistungen hingegen darf in diesem Rahmen nicht belohnt werden. Dies entschied per Urteil der 1. Senat des Hessischen Landessozialgerichts. Krankenkasse wollte Leistungsverzicht mit höherem Bonus belohnen Eine Betriebskrankenkasse wollte Ende 2007 den Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen ihre Versicherten mit einer Bonusregelung nur für gesundheitsbewusstes Verhalten finanziell entlasten. Der Verzicht auf medizinische <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leistungen">Leistungen</a> hingegen darf in diesem Rahmen nicht belohnt werden. Dies entschied per Urteil der 1. Senat des Hessischen Landessozialgerichts.</p>
<p><span id="more-301"></span></p>
<h3><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> wollte Leistungsverzicht mit höherem Bonus belohnen</h3>
<p>Eine Betriebskrankenkasse wollte Ende 2007 den Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten um eine Gesundheitsprämie erhöhen. Hiervon sollten Versicherte profitieren, die Präventionsleistungen in Anspruch nehmen, auf weitere <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leistungen">Leistungen</a> aber verzichten. Das Bundesversicherungsamt hielt diese Regelung für unzulässig und genehmigte die Satzungsänderung nicht.</p>
<h3>Genehmigung der Satzungsänderung zu Recht versagt</h3>
<p>Die Darmstädter Richter folgten dieser Auffassung und wiesen die Klage der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/krankenkasse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Krankenkasse">Krankenkasse</a> ab. Zulässig seien Bonusregelungen, die gesundheitsbewusstes Verhalten fördern. Hierzu gehörten insbesondere Vergünstigungen bei der Inanspruchnahme von Präventionsleistungen. Anders sei dies beim Verzicht auf medizinische <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistungen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leistungen">Leistungen</a>. Aufgrund der individuellen Fehleinschätzung von Versicherten könnten hierdurch langfristig höhere Kosten entstehen. Damit diene die Gesundheitsprämie nicht dem gesetzgeberischen Ziel, die Gesundheitsvorsorge effizienter zu machen.</p>
<p>Darüber hinaus durchbreche eine Gesundheitsprämie das Prinzip der solidarischen Finanzierung. Danach würden in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglieder grundsätzlich entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit belastet. Unabhängig von der Höhe der Beiträge werde voller Versicherungsschutz gewährt. Die Gesundheitsprämie bewirke hingegen faktisch eine Beitragsrückerstattung, die nicht zu Lasten der Solidargemeinschaft fallen darf.</p>
<p>Die Gesundheitsprämie sei daher lediglich unter den strengen Voraussetzungen eines Wahltarifs möglich, innerhalb dessen sie gegenfinanziert werden müsse.</p>
<p>Darmstadt, den 28. Januar 2009, PM 4/09</p>
<p>(Az: L 1 KR 150/08 KL – Die Revision wurde nicht zugelassen.)</p>
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		<title>BFH: Kontaktlisten als ermäßigt zu besteuernde Druckerzeugnisse</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2009 06:08:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>RA Exner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kontaktlinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
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		<description><![CDATA[BFH, Urteil vom 13.05.09, Az. XI R 75/07 &#8211; Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 13. Mai 2009 XI R 75/07 über die Höhe des Steuersatzes für Umsätze aus dem Verkauf von Listen mit persönlichen Angaben von kontaktsuchenden Personen (sog. Kontaktlisten) entschieden. Sofern diese Listen für eine unbestimmte Anzahl von Interessenten hergestellt werden, handelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BFH">BFH</a>, Urteil vom 13.05.09, Az. XI R 75/07 &#8211; Der Bundesfinanzhof (<a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BFH">BFH</a>) hat mit Urteil vom 13. Mai 2009 XI R 75/07 über die Höhe des Steuersatzes für Umsätze aus dem Verkauf von Listen mit persönlichen Angaben von kontaktsuchenden Personen (sog. Kontaktlisten) entschieden. Sofern diese Listen für eine unbestimmte Anzahl von Interessenten hergestellt werden, handelt es sich um Lieferungen von Druckerzeugnissen, die lediglich dem ermäßigten Steuersatz (7%) unterliegen.</p>
<p><span id="more-282"></span></p>
<p>In dem vom <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BFH">BFH</a> entschiedenen Streitfall bot eine Gesellschaft für Partnervermittlung mittels Zeitungsannoncen eine für Damen kostenlose Partnervermittlung an. Diese trugen in einen Aufnahmebogen ihre Adresse und Telefonnummer sowie Angaben zur Person (Alter, Größe, Figur, Haarfarbe, Augenfarbe, Familienstand, Kinder) ein und konkretisierten ihre Wünsche hinsichtlich der gesuchten Herren. Nachdem die Partnervermittlung die angegebene Telefonnummer überprüft und Bewerbungen mit finanziellen Interessen oder unseriösen Angaben aussortiert hatte, bereitete sie die aus den Aufnahmebögen gewonnenen Informationen drucktechnisch auf und erstellte hieraus eine immer wieder aktualisierte Kontaktliste. Das Finanzamt und das Finanzgericht gingen davon aus, dass der wirtschaftliche Gehalt der Leistung in der Verschaffung von Kontaktmöglichkeiten bestehe und die aus dem Verkauf erzielten Umsätze daher dem Regelsteuersatz unterliegen.</p>
<p>Der <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BFH">BFH</a> hob die Vorentscheidung auf und entschied, dass es sich um die Lieferung von Druckerzeugnissen handelt, für die der ermäßigte Steuersatz gilt. Entscheidungserheblich war dabei, dass die Kontaktlisten (nach Postleitzahlen geordnet) Adressen, Telefonnummern und persönliche Angaben von kontaktwilligen Damen aus dem gesamten Bundesgebiet enthielten und somit nicht auf die individuellen Wünsche des jeweiligen Interessenten zugeschnitten waren.</p>
<p><a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BFH">BFH</a>, PM Nr. 73 vom 19. August 2009</p>
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	Tags:<a href="http://www.medizinrechtler.de/category/allgemein/" title="Aktuelle Meldungen" rel="tag">Aktuelle Meldungen</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/bfh/" title="BFH" rel="tag">BFH</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/heilberufe-sonstige/" title="Heilberufe (sonstige)" rel="tag">Heilberufe (sonstige)</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/kontaktlinsen/" title="Kontaktlinsen" rel="tag">Kontaktlinsen</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/leistung/" title="Leistung" rel="tag">Leistung</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/patientenrechte/" title="Patientenrechte" rel="tag">Patientenrechte</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/category/urteilssammlung/sonstige/" title="Sonstige" rel="tag">Sonstige</a>, <a href="http://www.medizinrechtler.de/tag/steuerrecht/" title="Steuerrecht" rel="tag">Steuerrecht</a><br />

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